positionierung und kritische ver_Ortung

ver_such einer sozialen positionierung

diese nie abschließbaren und kontinuierlich befragbaren benennungen dienen in erster linie dazu unsere sozialen positionen für uns und alle, die dieses blog und unsere texte_fragen lesen, transparent zu machen. dies hat einfluss darauf, welche fragen wir stellen, wie wir verantwortungsvoll und kritisch handeln können, was wir überhaupt schreiben_fragen können. gleichzeitig soll auch für die les_erinnen deutlich werden, wessen wissensproduktion_en sie möglicherweise verlinken, empfehlen oder auch kritisieren. auch die soziale positionierung unserer leserinne_n hat einfluss darauf, an welchen stellen sie uns kritisieren und in_frage_stellen dürfen_können. 

so lehnen wir es ab, dass typisierte uns bezogen auf texte_fragen kritisieren, die wir über unsere eigenen diskriminierungserfahrungen veröffentlichen. gleichzeitig sind wir bezogen auf unsere privilegierungen nicht in der position, kritische wissens_produktionen über machtverhältnisse aus diskriminierter perspektive in_frage_zu_stellen. 

wir sind uns bewusst, dass wir kategorien durch ihre benennung_en re_Produzieren. durch die binäre einteilung in privilegiert-diskriminiert wollen wir nicht sagen, dass es immer klare entweder-oder grenzen gibt. wir diskutieren viel und stellen grenzziehungen auch häufig in_frage. jedoch kann es für uns kein weg sein, ungleiche machtverhältnisse, strukturen und kategorien auszublenden. diese strategie der ent_nennung reproduziert vorherrschende asymmetrische machtverhältnisse.

wir werden über sexismus teilweise als diskriminiert und teilweise als privilegiert hergestellt. in bezug auf AndroReprogenderung sind wir diskriminiert, über ZweiCisKategorialGenderung privilegiert. bezogen auf HeteraGenderung sind wir unterschiedlich positioniert und wissen an einigen stellen gar nicht genau wie. wir fragen uns kontinuierlich, wie und wo eine da die grenzen ziehen kann; was das für eine heißt, wenn sie keine beziehungen hat_haben_will; sie als hetera gelesen wird, es gar nicht ist, aber dadurch in bestimmten kontexten privilegierungen erfährt. allerdings: outingsituationen, abwertungen und beschimpfungen auf der straße (oder an anderen orten) aufgrund von nicht-hetera-lebensweisen haben wir nicht alle erfahren.

bezogen auf rassismus, migratismus, antisemitismus, antiziganismus, religiosizismus, statisierung sind wir privilegiert. 

über ableismus und klassimus sind wir weitestgehend privilegiert. wir befinden uns allerdings gerade in einer auseinandersetzung über verständnisse von ableismus und klassismus. und wir fragen uns, wie differenzierungen dieser machtverhältnisse formuliert werden könnten.

ver_such einer kritischen ver_Ortung

unser projekt in_frage_stellen ver_sucht durch fragen und deren kontextualisierung durch weiterführendes, ergänzendes, unsere fragen_in:frage_stellendes material auf diskriminierende und privilegierende strukturen und sprach_handlungen hinzuweisen.

durch fragen, die alltags_situationen beinhalten, situationen unseres lebens, auseinandersetzungen in unserer politischen_künstlerischen_musikalischen_wissenschaftlichen arbeit, umgang mit unseren beziehungen und freun_dinnenschaften.

fragen, die wir aus diskriminierten und_oder aus privilegierten positionierungen heraus stellen.

fragen, die aber auch immer die struktur und machtverhältnisse hinter diesen situationen andeuten_aufzeigen_darauf_verweisen.

fragen, die oftmals nur über die analyse dieser strukturen und machtverhältnisse und niemals vollständig beantw_Ortet werden können_müssen.

unsere fragen richten sich kritisch an uns selbst, an unsere politische arbeit. an unsere wahr_nehmungen. unsere fragen richten sich aber auch an andere_unsere_les_erinnen.

wenn wir fragen stellen, die wir nicht aus einer diskriminierten positionierung heraus stellen, ver_suchen wir eine verant_w_Ortungsvolle contra_position einzunehmen.

hier diskutieren wir jede frage, ver_suchen wissen und perspektiven nicht zu vereinnahmen. wir wollen unsere perspektiven und positionen benennen ohne sie in den mittelpunkt zu rücken. wir vesuchen nicht in perspektiven diskriminierter einzulesen, wenn wir deren perspektiven nicht aufgrund eigener diskriminierung teilen.

dies gelingt nicht immer. verantwortungsvolles contra_positioniertes verhalten verstehen wir als beständige verantwortungsvolle arbeit an unseren wahrnehmungen, an unseren standpunkten und vorstellungen sowie an unseren handlungen.

wir arbeiten uns nach und nach in mehr und mehr themen_strukturen_machtverhältnisse ein, von denen wir nicht selbst als diskriminiert hergestellt sind, aber verantwortungsvoll contra_positioniert handeln wollen. momentan sind dies neben teil_weise_sexismus vor allem rassismus, klassismus, migratismus und ableismus. wir stehen an vielen punkten ganz am anfang.

auch machtverhältnisse wie antisemitismus, antiziganismus, religiosizismus und statisierung soll in unseren auseinandersetzungen eine benannte rolle spielen. dabei wollen wir nicht einzelne machtverhältnisse abhandeln, sondern immer die interdependenzen mit weiteren machtverhältnissen befragen.

all dieses nicht_wissen wird sich auch in unserer fragen_produktion widerspiegeln. manches wird erstmal gar nicht auftauchen. manches nur wenig.

manchmal stellen wir eine frage und nehmen diese als ausgangspunkt unserer beschäftigung_en. diese fragen können sich durch ihr auftauchen kritisch gegen uns richten.

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